Zündende Ideen, aufbewahrt

Zu Beginn meiner Karriere als Designer, kurz nach der Gründung meiner ersten Agentur, stand zu Weihnachten ganz selbstverständlich die Frage im Raum:
Machen wir eine Weihnachtskarte? Und wenn ja – wie?

Sie sollte auffallen.
Sie durfte schräg sein.
Vor allem sollte sie in Erinnerung bleiben.

Am Ende wurde es eine quadratische Grußkarte, 20 × 20 cm groß. Heute klingt das banal, damals war es eher ungewöhnlich. Für dieses Format gab es tatsächlich noch passende Briefumschläge.

Gedruckt wurde nichts. Druck war zu teuer, zu aufwendig, nicht drin. Also ging es zum Künstlerbedarfhändler des Vertrauens, in einer Seitenstraße hinter dem KaDeWe. Bunter Karton wurde dort auf der großen Schneidemaschine zugeschnitten. Dazu kauften wir Wunderkerzen. Und kleine Aufkleber, die wir auf einem 24-Nadel-Drucker bedruckten, um die Wunderkerzen auf der Karte zu befestigen.

Der Text darauf lautete:
„Zündende Idee für …“
Ich glaube, es war 1996.

Die Aktion hat uns in den Tagen vor Weihnachten bis tief in die Nacht beschäftigt. Unser ohnehin karges Werbebudget – das wir damals eher nicht hatten – wurde über Gebühr strapaziert. Aber es war ein voller Erfolg.

Diese Karte habe ich später immer wieder gesehen. An Pinboards bei Kunden. Zwischen Terminzetteln, Visitenkarten und längst vergessenen Notizen.
Sie war nicht weggeräumt worden. Sie war geblieben.

Heute ist vieles digital.
Es geht schneller, effizienter, mit weniger Abfall. Ideen reisen per Klick, nicht mehr per Umschlag. Und das ist gut so.

Gleichzeitig zeigen Studien, dass Weihnachtsgrüße in Kartenform rund zehn Prozent mehr Menschen erfreuen als digitale Grüße. Offenbar macht es einen Unterschied, ob man etwas liest – oder etwas in die Hand nimmt.

Vielleicht geht es dabei gar nicht um Nostalgie.
Sondern um Aufmerksamkeit.
Um das bewusste Innehalten in einer Zeit, die alles beschleunigt.

Deshalb gehen wir heute einen sehr einfachen Weg: Karte on demand.
Keine Massenauflage, kein Lager, kein Überfluss. Nur dann, wenn jemand sie wirklich haben möchte.

Und ja: Wer 2026 wieder eine hochwertige, handwerkliche Weihnachtskarte möchte, kann sich schon jetzt auf eine Warteliste setzen lassen.
Begrenzte Stückzahl. Keine Nachauflage.
Eine kleine, bewusste Entscheidung gegen das Immer-mehr.

Manche Ideen zünden sofort.
Andere brauchen Zeit.

Gutes Fest & einen frohen Rutsch

Neulich beim Kunden

Manche begehen Firmenjubiläen und wir dürfen uns auch mal freuen, eine immerhin schon 25jährige Kunden Zusammenarbeit zu feiern. In all den Jahren sind uns nie die guten Ideen ausgegangen. Aber das größte Lob für uns war verbunden mit einer neuerlichen Präsentation von Design-Studien „Herr Sack, Sie haben mit Ihren Design-Entwürfen zur technologischen Entwicklung im Unternehmen beigetragen, wir haben einen deutlichen Marktvorteil gegenüber unseren Konkurrenten behaupten können!“ Wunderbar. Kreativität in Formgebung und Funktionalität ist also ´was wert!

Produkthalbwertzeit – Alles super?

Produkte altern genauso schnell, wie sich Geschmack, Mode und Farbempfinden ändern. Aus diesem Grund besteht die Aufgabe des Designers auch darin, ein Produkt so zu gestalten, dass es dem angestrebtem Lebenszyklus entspricht – manches ist aber nicht immer in jedem Maße vorhersehbar.

Designerküche, Designermöbel, Designerradio, Designerbrillen, Designerbad, Designersofa…

Manch einem wird das Wort „Design“ geläufig sein. Im Englischen und Französischen bedeutet Design „Gestaltung“ oder „Entwurf“, ein Lehnwort aus dem Englischen, abgeleitet aus dem Lateinischen designare.

Damit dürfte das Arbeitsfeld des Designers auch schon einigermaßen beschrieben sein. Nur das Ergebnis ist noch nicht  zufriedenstellend (aus der Sicht des Designers) definiert.

Besonders beliebt sind solche Worthülsen wie Designerküche, Designermöbel, Designerradio, Designerbrillen, Designerbad, Designersofa…

Alleine der Begriff Designerbaby (sic!) „Designerküche, Designermöbel, Designerradio, Designerbrillen, Designerbad, Designersofa…“ weiterlesen